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Januar - Lange mild mit Hochwasser
Der Hochwintermonat ist in weiten Landesteilen länger mild und nass gewesen. Zwar lag am Neujahrstag noch überall eine Schneedecke, die selbst im Flachland vielerorts 10 bis 35 Zentimeter dick war. Doch die Frostperiode endete um den 6. Januar herum rasch: Kräftiger Regen, zweistellige Plusgrade und milder Südwestwind ließen den Schnee binnen weniger Tage schmelzen So kam es in weiten Landesteilen zur angespanntesten Hochwasserlage seit Jahren.

Februar - Winter und Frühling im Patt
Der letzte der drei Wintermonate verlief in Deutschland sehr kontrastreich. Während die Temperatur in den nordöstlichen Landesteilen etwas hinter dem langjährigen Klimamittel zurückblieb, war es im Südwesten vielfach 1 bis 2 Grad milder als im Durchschnitt der Jahre. Dort blieb der Monat auch recht trocken, im Norden und Nordosten war er dagegen durchschnittlich feucht und gebietsweise sogar nass. Die Sonne ließ sich dagegen im Südwesten am wenigsten blicken und machte wiederum in Teilen des Nordostens und am Alpenrand zahlreiche Überstunden.

März 2011- Viel Sonne - häufig Nachtfrost
Sehr viele sonnige und schon recht warme Frühlingstage haben den März geprägt. Die Niederschlagsmengen lagen weit unter den langjährigen Mittelwerten. Der Grund für die anhaltend freundlichen Witterungsphasen insbesondere im ersten und letzten Märzdrittel waren ruhige Hochdruckwetterlagen in Verbindung mit sehr trockener Festlandsluft. Entsprechend klar und frostig zeigten sich die meisten Nächte. So gab es selbst in der letzten Märzwoche im Norden noch Bodenfröste bis minus 9 Grad.


April 2011 - Trockenheit und Wärme
Auch in diesem Jahr hat es wieder nicht das klassische, unbeständige Aprilwetter gegeben. Wie schon in den Jahren 2007 und 2009 verlief der April außergewöhnlich trocken und sehr sonnig. Außerdem war der Monat drei bis fünf Grad wärmer als im Schnitt und damit der zweitwärmste seit dem Beginn der Wetteraufzeichungen. Trockenheit und Wärme setzten Wolken von Blütenstaub frei, die sich rasch über Autos und Fensterbänke legten. Viele Pollenallergiker hatten massive Beschwerden.

Mai - 2011 anfangs verbreitet Nachtfrost - insgesamt aber deutlich zu warm
Wie schon die Monate Januar, Februar, März und April war auch der Mai 2011 in Deutschland mit im Mittel 13,9 Grad Celsius (°C) - der Klimawert liegt bei 12,1°C - zu warm. Dabei begann der Monat recht kalt: Am 3. erreichten die Maxima im Osten und Süden nur 5 bis10°C, in den Nächten vom 3. bis zum 5. trat deutschlandweit verbreitet leichter bis mäßiger Frost auf. Die tiefsten Werte meldeten jeweils am 4. Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -6,1°C und Bad Königshofen in Unterfranken mit -5,8°C. Für die durch den ungewöhnlich warmen April bereits weit fortgeschrittene Vegetation hatte dies schlimme Folgen. In vielen Weinanbaugebieten entstanden Schäden an den Reben. Nach diesem kurzen winterlichen Intermezzo schnellte das Quecksilber wieder in den hochsommerlichen Bereich empor So zeigte das Thermometer am 7. in Geldern-Walbeck an der niederländischen Grenze 30,0°C. Die bundesweit höchste Temperatur wurde am 26. in Regensburg mit 31,3°C gemessen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Meßstationen.

Juni - 2011 war der sechste zu warme Monat in Folge
Der Juni 2011 war zu warm und vor allem recht wechselhaft - und der sechste zu warme Monat in Folge in diesem Jahr. Nur in der ersten und letzten Dekade konnten sich die Bürger über wenige sommerliche Tage freuen. Ab dem 27. Juni bescherte eine kurze, aber heftige Hitzewelle Deutschland die bisher höchsten Temperaturen des Jahres. Im restlichen Monat überwog eine sehr unbeständige, zeitweise auch etwas kühlere Witterung, in deren Verlauf örtlich extreme Wetterereignisse wie Gewitter, Starkregen, Hagel und orkanartige Böen auftraten. Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Meßstationen.

Juli war erster zu kühler Monat im Jahr 2011
Deutschland erlebte 2011 einen trüben, besonders im Südwesten kühlen und vor allem im Osten nassen Juli. Es war der erste zu kühle Monat in diesem Jahr. Im Vorjahr hatte der Juli noch mit viel Sonnenschein und großer Hitze aufgetrumpft. Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Meßstationen.

August vor allem im Norden sehr nass
Auch im letzten der drei Sommermonate zeigte sich das Wetter unbeständig. Dennoch gab es große Unterschiede zwischen Nord und Süd. Während die Temperatur im kühlen Norddeutschland nur wenig über dem geltenden Klimamittel lag, stieg sie im Süden 2 bis 3 Grad darüber. Dort lag auch die Zahl der Sonnenstunden rund 25 Prozent Ã¼ber, im Norden dagegen rund 30 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre. Und während in Teilen Bayerns kaum zwei Drittel der monatsüblichen Regenmenge fielen, kam auf der Insel Fehmarn sogar deren vierfache Menge zusammen. Am kältesten war es zum Monatsende am Alpenrand und in Teilen des Südwestens, wo am 28. in Garmisch-Partenkirchen 3,5 Grad und am 31. in Nürburg-Barweiler, im Hunsrück, 3,6 Grad gemessen wurden. In höheren Mittelgebirgslagen wurden vereinzelt auch schon geringe Bodenfröste registriert. Dagegen kletterte das Quecksilber vor allem in der letzten Monatsdekade wiederholt nochmals über die 30-Grad-Marke. Heißeste Stadt war München, wo am 26. August mit 35,8 Grad sogar der Hitzerekord des ganzen Sommers aufgestellt wurde.

September - Altweibersommer in Höchstform
Trotz wechselhaftem Start hat sich das Wetter im September noch überaus sommerlich gezeigt. So lag die Temperatur mit 15,3 Grad im Flächenmittel um 1,8 Grad über dem Klimamittel der letzten 30 Jahre. Der Monat bilanzierte damit als der viertwärmste September dieses Zeitraums. Dagegen blieb die Niederschlagssumme leicht unter dem Durchschnitt und die Zahl der Sonnenscheinstunden deutlich darüber, jedoch immer noch knapp im Normalbereich. Tagsüber wurden noch bis zu 28 Grad erreicht, in einigen Erzgebirgstälern gab es zum Monatsende jedoch auch schon den ersten Nachtfrost.

Oktober - So golden wie lange nicht mehr
Mit rund 160 Sonnenscheinstunden geht der diesjährige Oktober als einer der "goldensten" der vergangenen Jahrzehnte in die Annalen der Klimastatistik ein. Warmem Altweibersommerwetter zum Monatsauftakt folgten zwar wiederholt erste herbstliche Kaltluftvorstöße mit Schnee bis in mittlere Höhenlagen herab, doch regenerierte sich die sonnenscheinreiche Witterung immer wieder aufs Neue. Geringer blieben die Abweichungen vom Klimamittel sowohl bei der Niederschlagsbilanz als auch bei den Temperaturen: Sie lagen vollauf im Normalbereich.

November - Trockenster Monat seit 1881
Der November 2011 geht als Rekordmonat in die Klimastatistik ein. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 war es noch nie so trocken Die Flusspegel erreichten ähnlich niedrige Werte wie im Hitzesommer 2003, in den Wintersportgebieten der Alpen wartete man bis zum Monatsende vergeblich auf Schnee. Kurioses bei den Temperaturen: Auf manchen Bergen war es im Mittel wärmer als im Flachland. Dazu gab es viele Sonnenstunden. In einigen Regionen hielt sich aber auch zäher Nebel und Hochnebel mit erhöhten Feinstaubwerten.

Dezember - Sehr nass und sehr mild
Der Dezember 2011 ist ungewöhnlich nass und dazu sehr mild und trüb ausgefallen. Damit steht er im völligen Kontrast zum vorausgegangenen, zweitsonnigsten und trockensten November seit 1881. Es gab im Dezember jedoch in Verbindung mit sehr markant ausgeprägten Westwetterlagen nicht nur viel Regen, sondern auch Tage mit Sturm- und Orkanböen. Herausragendes Ereignis war dabei Orkantief "Joachim", das am 16. Dezember vor allem Süddeutschland seine Wucht spüren ließ und regional Schäden verursachte.

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